Österreichische Jugendmeisterschaft 2025 Achensee – Optimist
Zacharias Neuerburg (GER 13058)
Vom 24. bis 29. August 2025 fand am Achensee die Österreichische Jugendmeisterschaft im Segeln statt. Der Achensee – mit seinem türkisblauen Wasser, eingebettet zwischen Karwendel und Rofan – gilt als eines der schönsten Segelreviere der Alpen. Rund 200 Jugendliche aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland waren angereist, um sich in den Klassen Optimist, Zoom8, ILCA 6 und 29er zu messen. Es war meine erste Teilnahme an einer österreichischen Meisterschaft, und ich war entsprechend aufgeregt.
Wir waren insgesamt zehn Segler unter der Leitung unseres Trainers Lasse Kenter, der uns über die gesamte Woche hinweg mit großem Einsatz betreute. Fünf Segler aus dem YCSS, ein weiterer aus dem benachbarten FCSS, sowie drei Gastsegler vom Bayerischen Yacht-Club und einer vom Chiemsee.
Alle waren motiviert, das Beste aus dieser Meisterschaft herauszuholen. Lasse schaffte es, unsere Gruppe hervorragend zusammenzuhalten. Er fand die richtige Balance zwischen professionellem Coaching auf dem Wasser und einer lockeren Atmosphäre an Land, in der wir uns gegenseitig unterstützten und voneinander lernten.
Die ersten Trainingstage nutzten wir, um uns mit dem Revier vertraut zu machen. Die Thermik setzte zuverlässig gegen Mittag ein – mal kräftiger, mal drehender, aber immer herausfordernd. Lasse gab uns vor jedem Segeltag eine klare taktische Einschätzung, analysierte mit uns das Wettergeschehen und bereitete uns gezielt auf die Wettfahrten vor.
Nach den beiden Trainingstagen, an denen auch die Vermessung stattfand (bis auf ein paar nachzureichende Versicherungsbestätigungen und zu ändernden Aufklebern hat alles gut geklappt) fand am Vorabend zur ersten Wettfahrt noch die feierliche Eröffnung der ÖJM mit Blaskapelle und vielen Politikern statt, die Reden hielten. Wir Segler sind in einem Flaggenzug einmarschiert. Besonders beeindruckt hat uns alle, dass der amtierende VizeWeltmeister im Optimist, Mihael aus Slowenien mitsegelte! Er war sehr sympathisch, irgendwie gelassen und segelt sehr stark. Am Ende hat er übrigens auch gewonnen.
Die ersten beiden Regattatage waren von klassischen Thermikwinden geprägt – etwa acht bis zwölf Knoten. Wir konnten jeweils zwei Läufe beenden. Ich konnte mich im Feld behaupten, blieb aber noch hinter meinen eigenen Erwartungen zurück. Nach jedem Rennen tauschten wir unsere Eindrücke aus und diskutierten Dreher, Startlinien und Laylines.
An Tag drei frischte der Wind deutlich auf. In Böen erreichten wir bis zu 18 Knoten – das war sportlich anspruchsvoll, gerade für leichtere Segler. Hier machte sich mein Training bezahlt: Ich konnte mein Boot auch bei stärkerem Wind sicher kontrollieren und blieb aufrecht im Boot. Lasse begleitete uns im Motorboot. Seine Ruhe und Übersicht gaben mir das Vertrauen, auch in den anspruchsvolleren Bedingungen fokussiert zu bleiben. Insgesamt konnten wir an diesem Tag drei Rennen fahren.
Am Abend sind einige von uns zusammen ins Atoll (Therme) gegangen und hatten viel Spaß beim Rutschen und Schwimmen und Springen.
Es war mehr als nur eine Regattawoche – es war eine tolle Zeit, in der wir gewachsen sind: als Segler, als Team und als Freunde, und ich bin sehr dankbar, dass ich Teil dieser Gruppe sein durfte.