Bericht: Finn Kenter
Zunächst noch einmal ein Rückblick auf den Elfi-Pokal von Ende Juli in Starnberg. Diese Regatta war für uns die letzte
Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Schweden. Insgesamt gingen 40 Teams an den Start.
Nach anfänglichem Warten am Samstag konnten wir zwei Rennen segeln. Der Sonntag bot uns bei mehr Wind noch einmal die Möglichkeit, uns auf unseren Saisonhöhepunkt einzustellen. Am Ende belegten wir den positiven zweiten Platz.
Weltmeisterschaft in Stenungsund
Austragungsort der Weltmeisterschaft war Stenungsund an der schwedischen Westküste, nördlich von Göteborg. Die Region ist bei Seglern vor allem wegen ihrer abwechslungsreichen Schärenküste und der anspruchsvollen Windverhältnisse beliebt. Die vielen Inseln sorgen für spannende taktische Bedingungen und machen das Segeln dort besonders reizvoll.
Für uns war es bis jetzt die am weitesten entfernte Weltmeisterschaft, sodass wir uns für die Anreise zwei Tage Zeit genommen hatten. Am ersten Tag standen die Vermessung und die Vorbereitung des Bootes auf dem Programm. Vor allem das Wiegen hatte uns im Vorhinein – im wahrsten Sinne des Wortes – Bauchschmerzen bereitet. Wir mussten zu viert unter 300 kg wiegen. Mit dem Aussetzen des Frühstücks haben wir das dann auch geschafft.
Am Dienstagabend wurde die Weltmeisterschaft eröffnet. Insgesamt waren 57 Teilnehmer aus acht Nationen am Start.
Unser erster Regattatag verlief zunächst hervorragend. Wir fuhren die Plätze 2, 4 und 3. Leider erfuhren wir erst an Land, dass wir im zweiten Rennen einen Frühstart hatten. Damit wurden wir in diesem Rennen disqualifiziert und lagen nach dem ersten Tag auf Platz 20.
Unterstützt durch:Am zweiten Tag war sehr viel Wind. Trotzdem entschied die Wettfahrtleitung, rauszufahren und ein Rennen zu starten. Dieses wurde jedoch nach einer heftigen Regenfront und damit verbundenen starken Böen, abgebrochen. Der Regattatag war damit frühzeitig beendet.
Am dritten Tag mussten wir zunächst wieder an Land warten. Später konnten wir schließlich rausfahren und Wettfahrten segeln. Leider waren unsere Ergebnisse mit den Plätzen 18, 22 und 19 eher durchwachsen.
Auch am letzten Tag starteten wir zunächst mit einem 19. und einem 18. Platz. Das letzte Rennen lief dann deutlich besser und wir erreichten einen guten 7. Platz. Ein versöhnlicher Abschluss der Weltmeisterschaft.
Unterstützt durch:Flavio Flavini mit seiner Crew aus Italien wurde zum dritten Mal Weltmeister. Den zweiten
Platz belegte das Team um Claus Hoy Jensen aus Dänemark. Den Bronze-Rang konnte das deutsche Team um Holger Köhne, Sven Ulrich und Jan Köhne erreichen, ein ebenso großer Erfolg für das Berliner Team.
Wir beendeten die Weltmeisterschaft auf Platz 10 und sind sehr glücklich, dass wir es noch in die Top Ten geschafft haben. Insgesamt war es eine spannende und herausfordernde Weltmeisterschaft mit viel Wind und tollen Rennen.
Ergebnisse: https://www.manage2sail.com/de-DE/event/cf522b5e-e3a0-4789-b7e4-ead93a2487c2#!/results?classId=02da5914-cd62-4997-9e6f-75752caaf541
Wir bedanken uns herzlich für eure Unterstützung und freuen uns darauf, gemeinsam die nächsten sportlichen Erfolge zu feiern!
Philipp, Merlin, Gianni & Finn
Fotos: Anders Dahlberg Photography